Dem Brötchen wurde es zu heiß
Das wohl heißeste VLN-Rennen seit Jahren vereitelte eine erneute Top-Position für den Brötchen-Clio rund um Karl Brinker. Ein Elektronik-Problem am Steuergerät aufgrund der großen Hitze legte den schnellsten aller Clios lahm.
Bei Ring-Racing war man nach dem erfolgreichen vierten Saisonlauf guter Dinge, erneut eine Top-Platzierung mit dem Brötchen-Clio einfahren zu können. Doch die Wetterbedingungen am Nürburgring machten der Mannschaft aus Boxberg einen Strich durch die Rechnung. Selten zuvor war es so heiß bei einem VLN-Lauf, wie im Rahmen des ADAC-Reinoldus-Langstreckenrennens.
Nachdem Karl Brinker im Training die schnellste Nordschleifenzeit eines Renault Clios in der VLN in den heißen Eifelasphalt brannte (9:29.110 Minuten), konnte er auch in der Startpphase des Rennens mit den leistungsstärkeren SP3-Autos aus dem Hause Opel und BMW mithalten. Nicht zuletzt aufgrund des erneut perfekt funktionierenden BILSTEIN-Fahrwerkes, sowie der neuen Motorausbaustufe, übernahm Brinker bei den französischen Kompaktwagen die Führung. Während das starke Renault-Triebwerk erneut tadellos funktionierte, kündigten sich nach sieben Runden Probleme beim Clio an. Mehrere Boxenstops sowie Runden später, musste Brinker das Auto stehen lassen, das Rennen aufgeben und war natürlich sichtlich enttäuscht: „Heute hat es wohl nicht sollen sein. Die Hitze hat uns einen ganz schönen Strich durch die Rechnung gemacht. Das ist nichts, auf das man sich vorbereiten kann. Hier sieht man mal wieder, wie nahe Erfolg und Niederlage beisammen liegen. Ansonsten funktionierte das Auto sehr gut. Mit der Performance, vor allem des neuen Motors, bin ich sehr zufrieden. Vielleicht haben wir ja beim nächsten Lauf mehr Glück.“
Etwas mehr Glück hätte sich gerne auch die Besatzung des zweiten Eisens im Ring-Racing Feuer, der Clio von Engel & Bengel, gewünscht. Wenige Minuten nachdem Karl Brinker strandete, mussten auch sie ihren Renault aufgeben. Doch hier war es nicht die Technik, die versagte. Vielmehr gab es bei klasseninternen Rangeleien einen Unfall, der für die beiden Kölner gleichbedeutend mit dem abrupten Ende des Rennens war.
Somit galt die volle Aufmerksamkeit von Ring-Racing dem Clio von Jean-Jacques Meyer. Doch auch der konnte sich nicht von allen Problemen fernhalten. Nach engen Zweikämpfen wurde Meyer um die Erfahrung reicher, wie sich sein Franzose ohne Frontschürze fährt. Meyer nahm es gelassen und fuhr das Rennen bis zum vorzeitigen Abbruch aufgrund eines Unfalls von Hans-Joachim Stuck zu Ende. Trotz des unverhältnismäßig langen Reparaturstops kam der Solist Meyer noch auf Platz zwölf der Renault-Sonderwertung ins Ziel. Gerade bei Cockpittemperaturen von über sechzig Grad Celsius eine wahrlich meisterhafte Leistung.
Die Zeit bist zum nächsten VLN-Lauf nutzt Ring-Racing intensiv, um die Motorausbaustufe des Brinker-Clios bis ins Detail zu inspezieren. Bei Ring-Racing ist man mit dem niedrigen Verschleiß des Aggregates äußerst zufrieden.
Beim nächsten VLN-Lauf wird Ring-Racing erneut mit drei Fahrzeugen an den Start gehen, um hoffentlich beim großen VLN-Sommerfest wieder ein paar Pokale mit nach Hause nehmen zu dürfen. Man darf gespannt sein.
Hinweis: Der Text ist eine Mitteilung von "Ring-Racing". Der Inhalt spiegelt nicht die Meinung der Veranstaltergemeinschaft Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wieder.






