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29.03.2017

Das Ergebnis der Klasse SP9 ist vorläufig

Das Ergebnis in der Klasse SP9 bei der 63. ADAC Westfalenfahrt ist „ausgesetzt“, also nur vorläufig und noch nicht offiziell. Der Grund dafür ist jedoch weder ein Protest eines Teams noch ein technisches Vergehen, das bei der Nachuntersuchung entdeckt worden wäre. Hintergrund ist in diesem Fall die Überprüfung einer Anzahl von in der GT3 verwendeten Reifen, die der DMSB nach dem Rennen veranlasst hat.

Das in dieser Saison neu eingeführte Reifenreglement verpflichtet die Reifenhersteller, die den Teams in den großen Klassen (SP9, SP-X und SP-Pro) Reifen verkaufen, von jeder im Rennen eingesetzten Reifenspezifikation (Reifenkonstruktion und -mischung) einen Musterreifen zu hinterlegen. Beim Saisonauftakt 2017 wurden bereits knapp über 60 Pneus hinterlegt.

Diese Musterreifen können von den Mitbewerbern gekauft – oder vom DMSB eingezogen werden, um sie eingehend überprüfen und analysieren zu können. Im aktuellen Fall hat die oberste nationale Motorsport-Behörde einige Musterreifen und die entsprechenden im Rennen verwendeten Reifen einbehalten. Diese will der DMSB nun einer spezifischen Kontrolle unterziehen lassen, um herauszufinden, ob die im Rennen genutzten Reifen tatsächlich den hinterlegten Musterreifen entsprechen.

„Diese Regelung ist 2017 neu. Sie soll verhindern, dass die Reifenhersteller extreme Entwicklungsreifen zum Einsatz bringen“, erklärt Karl Mauer, der Generalbevollmächtigte der VLN. „Da es sich um das erste Rennen handelt, das unter dem neuen Reifenreglement gefahren wurde, hat der DMSB die Option genutzt, die künftig angewendet werden kann, wenn Zweifel an der Korrektheit der eingesetzten Reifen bestehen.“ Mauer betont: „Ich gehe nicht davon aus, dass dies zur Gewohnheit wird und unsere Ergebnisse häufiger am Ende eines Renntages nur vorläufig sind.“