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20.02.2017

Interview Karl Mauer – Teil 4: „Wir werden in der GT4 keine Werksteams und Werksfahrer zulassen“

Welche Änderungen wird es in der VLN 2017 geben?
Generell wollen wir mit einer moderaten Weiterentwicklung der VLN den grundsätzlich positiven Trend von 2016 fortsetzen. Das Nenngeld werden wir erneut anpassen. Für alle Teams, die 2017 ein Auto in den Klassen V1 bis V4, VT1 und VT2, H2 und TMG GT 86 Cup einsetzen, werden die Kosten etwas geringer: Pro Lauf und Fahrzeug zahlen sie zukünftig 500 statt 600 Euro. Dafür wird in der SP9 das Nenngeld zumindest partiell nochmals erhöht. In der GT3-Klasse werden wir 2017 drei Sieger küren: in der Profi-Wertung, der Pro-Am-Wertung und der Gentlemen-Wertung. Und das Nenngeld pro Auto richtet sich dann nach der jeweiligen Fahrerkonstellation. Das Nenngeld für ein Auto in der Profi-Wertung liegt bei 4.500 Euro und für ein Auto in der Pro-Am-Wertung bei 3.500 Euro, dem Satz, der 2016 für alle Fahrzeuge in den Klassen SP9, SP-Pro und SPX galt. Das Nenngeld für die GT3-Autos, die ausschließlich von Amateurpiloten und Gentlemen Driver gefahren werden, haben wir auf 3.000 Euro pro Lauf festgelegt. Wir werden 2017 keine Jahresnennungen mehr anbieten, die Teilnehmer müssen von Rennen zu Rennen nennen.

Was wird 2017 in der VLN noch neu sein?
An wirklich Neuem planen wir die systematische Entwicklung von zwei Klassen, die wir für die VLN in der weiteren Zukunft für wichtig halten. Das ist zum einen die GT4, also die Klasse SP10. Und das ist zum anderen die separate Klasse für die TCR-Autos. In der GT4-Klasse nehmen wir uns fest vor, von vornherein die Fehler zu vermeiden, die wir in der GT3-Klasse gemacht haben.

Welche Fehler waren das?
Zum einen: Werkseinsätze. Zum anderen: Entwicklungsreifen. Je mehr Hersteller sich mit der Entwicklung von GT4-Fahrzeugen beschäftigen, desto größer wird deren Interesse sein, das Potenzial der Autos auf der Rennstrecke unter Beweis zu stellen. Und wie werden die Hersteller das Potenzial ihrer Autos unter Beweis stellen? Sie setzen die besten Piloten, ihre Werksfahrer ein. Punkt eins. Und Punkt zwei: Sie verwenden die besten Reifen, möglicherweise solche, die man sonst gar nicht kaufen kann. Zumindest an diesen beiden Punkten wollen wir ansetzen. Wir werden in der GT4 keine Werksteams und auch keine Werksfahrer zulassen. Und wir werden einen Einheitsreifen vorschreiben. Auf diese Weise wollen wir eine unnötige Kostenexplosion und eine Chancenungleichheit vermeiden.


Das komplette Interview lesen Sie in „Grüne Hölle 2016“.
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