Grand-Prix-Kurs:

Auch wenn ohne Zweifel die Nordschleife den besonderen Reiz der VLN Langstreckenmeisterschaft für Fahrer und Fans ausmacht, bietet der Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings eine Reihe von Highlights. Das Fahrerlager, die Boxen und die Boxengasse sind während des Trainings und während des Rennens für Zuschauer geöffnet. Nach dem Training gleicht die Boxengasse oftmals einer Flaniermeile, denn falls nicht gerade etwas am Fahrzeug zu reparieren ist, stehen die Aktiven gerne für den gepflegten Benzintalk bereit. Rund um den GP-Kurs sind die Tribünen T3, T4 und T12 für Zuschauer geöffnet. Gerade die T4 bietet einen ausgezeichneten Blick.

Hatzenbach:

Es läuft selbst den routinierten Rennfüchsen kalt den Rücken herunter, wenn sie nach rund dreieinhalb Kilometern Nürburgring Kurzanbindung endlich auf die legendäre Nordschleife einbiegen. Jetzt geht es zur Sache. Nach der langsamen ersten Linkskurve geht es mit zunehmender Geschwindigkeit bergab. Ein Wanderweg verläuft über den rund einen Kilometer langen Streckenabschnitt rechter Hand parallel zur Rennstrecke. Der flüssigen Passage folgt etwa auf halber Strecke die Anbremszone für eine Reihe von langsamen bis mittelschnellen Kurven – Überholmanöver sind hier an der Tagesordnung.

Adenauer Forst:

Der Streckenabschnitt Adenauer Forst trennt die Spreu vom Weizen. Aus der schnellen Fuchsröhre heraus geht es bergauf durch eine sich immer weiter zuziehende Kurvenkombination: rechts, links, rechts. Gerade das letzte Kurvenpaar hat es in sich. Über die Jahre hat sich im „Forst“ eine ganz eigene Fan-Gemeinde gebildet, die ohne zu zögern den rund 15-minütigen Fußmarsch von der Schule in Adenau auf sich nimmt.

Wehrseifen, Breidscheid:

Mit zwei Superlativen warten die Zuschauerpunkte Wehrseifen und Breidscheid auf. Während die Wehrseifenkurve die langsamste Stelle der Nordschleife markiert, folgt nur wenige hundert Meter später der tiefste Punkt der Strecke mit 320 Meter über Normalnull. Die Wehrseifenkurve erfreut sich bei den Fans großer Beliebtheit, ist sich doch von der Bundesstraße aus bequem und schnell zu erreichen. Zudem spielen sich hier im Rennen spektakuläre Szenen, vom satten Verbremser bis hin zu packenden Überholmanövern, ab.

Eschbach, Brünnchen:

Der beliebteste Zuschauerpunkt rund um die Nordschleife ist der Streckenabschnitt Brünnchen. Von der Bundesstraße B412 aus bequem zu erreichen, befindet er sich unmittelbar neben der Rennstrecke ein großflächiger Parkplatz. Nach einer langgezogenen Linkskurve (Eschbach) bergab folgt eine leicht nach außen abfallende Rechtskurve, in der gerade bei feuchter Strecke viele Fahrzeuge quer im Drift ankommen. Nach einer kurzen Gerade geht es in einer Rechtskurve erneut bergauf. Hier sind im Rennen Überholmanöver an der Tagesordnung.

Pflanzgarten:

Vorher oder nachher? Diese Frage beschäftigt jeden Nordschleifenfahrer irgendwann einmal. Entweder man bremst vor dem „kleinen Sprunghügel“ im Pflanzgarten, oder konsequent und spektakulär danach – hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Der Sprunghügel macht seinem Namen alle Ehre, denn die Fahrzeuge werden hier sehr leicht. Ein Großteil verliert sogar deutlich sichtbar den Kontakt zur Fahrbahn.

Schwalbenschwanz:

Der Streckenabschnitt Schwalbenschwanz wird auch gerne als „kleines Karussell“ bezeichnet. Im Gegensatz zu fast allen weiteren Abschnitten der Nordschleife, haben die Zuschauer am Schwalbenschwanz die Wahl, von welcher Seite sie die Strecke betrachten. Das Kurveninnere ist zu Fuß von der Bundesstraße B412 aus über einen Schotterweg erreichbar. Bitte benutzen Sie den Parkplatz jenseits der Bundesstraße. Ein kleiner Fußgänger-Tunnel führt alternativ auf die andere Seite der Rennstrecke.