Samstagmorgen, 08:30 Uhr. Die ersten Fahrzeuge setzen sich zum Zeittraining in Bewegung. In der Zeitnahme sind alle hellwach und konzentriert. „Die Zeitnahme läuft bei der Langstreckenmeisterschaft vollkommen automatisch“, erklärt Zeitnahme Obfrau Inge Kühn. Auf der Start-Ziel-Geraden ist in der Streckenbegrenzung eine Lichtschranke eingelassen. In jedem Fahrzeug befindet sich ein sogenannter Transponder, der eigenständig Signale an die Zeitnahme sendet. „Transponder 38 sendet die Daten für die Startnummer 77“, sagt Kühn und zeigt auf einen der vielen Monitore im Raum. Uhren sucht man hier vergebens – die Zeitmessungen laufen über mehrere Computer. Ganz will man sich jedoch nicht auf die Hard- und Software verlassen. Zusätzlich zur automatischen Zeiterfassung wird auch manuell gemessen. Per Knopfdruck erscheinen alle Durchfahrtszeiten auf einem Papierstreifen, zwei Mitarbeiter ordnen den Zeiten die jeweiligen Startnummern zu. Zur weiteren Sicherheit ist eine Videokamera auf die Start-Ziel-Linie ausgerichtet und liefert im Zweifel den Bildbeweis. „Unser Team verfügt über jede Menge Erfahrung“, lehnt sich Kühn entspannt zurück. „Eigentlich kann gar nichts schief gehen.“