In der Rennleitung laufen alle Fäden der Veranstaltung zusammen. Auf unzähligen Monitoren kann jeder Winkel des Grand-Prix-Kurses von dem Rennleiter, dem Leiter der Streckensicherung, den Sportkommissaren, dem leitenden Rennarzt und den Assistenten eingesehen werden. Vorkommnisse auf der Nordschleife werden von den Sportwarten telefonisch oder per Funk übermittelt. Aktuell sorgen auch Echtzeitsignale aus den Fahrzeugen per GPS für Überblick im Rennen.

Wenn es ums Handeln geht, ist die Rennleitung in ihrem Element und die Entscheidungen fallen schnell. „Gelbe Flaggen im Schwedenkreuz, eine E-Unit in die Eiskurve.“ Dabei wird es selbst bei komplexen Problemen selten hektisch, denn die Abläufe sind seit Jahren eingespielt, jeder weiß genau, was er zu tun hat. Im Notfall spielen Streckensicherung, E-Unit- und DMSB-Staffel, Malteser-Hilfsdienst und Abschleppunternehmen Hand in Hand zusammen.

In der Rennleitung werden auch Vergehen der Teilnehmer geahndet. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird von der Rennleitung bestraft – egal, ob Überholen bei geschwenkter gelber Flagge oder einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Boxengasse.